Gasnebel

NGC 281 25 27.9.2011

Instrument
Pentax 125 SDP
Kamera
QSI 583wsg
Belichtungszeit
10min subframes LRGB 350 -180 -100-120min Gesamtbelichtungszeit 12,5h
Besonderheiten
Bildgewinnung Ralf Mündlein Bildbearbeitung Siggi Kohlert, Pater Christoph
NGC 281, auch unter Pac-Man-Nebel geläufig, ist ein Emissionsnebel im Sternbild Kassiopeia. Ein Mehrfachsystem ist die Energiequelle die den Nebel zum Leuchten bringt in dem vermutlich Sterne in der Entstehung sind. Durch die lange Belichtungszeit und entsprechender Bearbeitung konnten die ganz schwachen Außenbereiche sichtbar gemacht werden die den bekannten Nebel umgeben. Das Bildergebnis ist bisher die längste investierte Belichtungszeit die ich durchgeführt habe.

M17 16.07.2015

Instrument
Skywatcher Esprit 120/840 mit Ebnungslinse
Kamera
QSI 583wsg
Belichtungszeit
5min subframes LRGB 60-25-20-20min
Besonderheiten
Objekt hat nur geringe Höhe über dem Horzont; Bildgewinnung Ralf Mündlein, Bildbearbeitung Pater Christoph
M17, Omega oder auch Schwanennebel genannt erscheint in der Ausdehnung viel gößer als von der visuellen Beobachtung vermutet. Er erscheint insgesamt in einen zarten Halo eingehüllt zu sein. Bei der vorliegenden Bearbeitung wurden die Einzelframes mit "Summe" addiert. Deswegen wurden drei Asteroiden als Punktlinie sichtbar, mit "Median" würden diese Punkte einfach verschwinden. Bernd Häusler ermittelte die Asteroiden (5415) Lyanzuridi mit 17,1mag und (42793) 1999 BN 5 mit 16,9mag. Dieses Objekt wurde erst 1999 vom Graslands Obervatory in Tucson entdeckt. Im Bild ganz unten rechts leicht zu finden.

M 42 Februar 2011

Instrument
Pentax 125 SDP
Kamera
QSI 583wsg
Belichtungszeit
LRGB 35-50-60-45min plus 19x30s Lumminanz
Besonderheiten
Der Kern wude aus der kurz belichteten Lumminanz herausgearbeitet; Bildgewinnung Ralf Mündlein, Bildbearbeitung Siggi Kohlert
M42 oder großer Orionnebel ist einer der absoluten Highlights visuell und fotografisch. Am 16" ACF sehe ich visuell dieses Objekt in verschiedenen Farben. Dazu ist beste Durchsicht erforderlich. In sehr seltenen Fällen treten sogar die Dunkelnebel in einem bräunlichen Ton eigentümlich leuchtend hervor! Bereits mit einem 100mm APQ konnte ich das Trapez mit den Komponenten E und F erkennen. Dazu ist dann sehr gute Luftruhe nötig. Um die volle Schönheit dieses Gasnebels von den schwachen Ausläufern bis zum Zentrum voll zu erfassen bedarf es also bester Durchsicht und auch sehr gutem Seeing. Fotografisch kann dieser Helligkeitsumfang nur durch eine Kombination von langer und kurzer Belichtung zusammengebracht werden. Tatsächlich ist der zentrale Bereich um eine Vielfaches heller als die schwachen Aussenbereiche, was in der Bearbeitung soweit wie möglich beibehalten wurde ohne die Details im Kern zu überstrahlen. Siggi Kohlert hat sich dieser schwierigen Aufgabe angenommen. Die Reflexe um die hellen Sterne gehören zu der Eigenart des vierlinsigen Pentax 125 SD.

NGC2359 10/11.3.2007

Instrument
Apo 200 mit Reducer auf ca. 1600mm Brennweite reduziert
Kamera
ST10 XME
Belichtungszeit
LRGB-150-35-35-35min
Besonderheiten
Tief stehendes Objekt, Bilgewinnung Ralf Mündlein, Bildbearbeitung Wolfgang Kloehr
"Thors Helm" leuchtet als Emissionsnebel angeregt durch einen Stern des Typs "Wolf-Rayet-Stern" mit ca. 50000 °C Temperatur. Mit einer Deklination von -13°14` ist dieses Objekt von Deutschland aus nur bei guter Durchsicht lohnend.

NGC7000 22.08.2008

Instrument
Pentax 75 mit Reducer
Kamera
ST10 XME
Belichtungszeit
ca. 30min
NGC7000 ist bekannt unter dem Namen "Nordamerika Nebel". Dieses große Himmelsobjekt ist ein Ziel für Fernglasbeobachtung am Sommer/Herbsthimmel im Sternbild Schwan. Ohne "Nebelfilter " ist dieser große Nebel aber schwer zu erkennen. Um es fotografisch auf den Chip zu bekommen wird eine kurze Brennweite benötigt, die hier bei ca. 400mm Verwendung fand und für eine vollständige Darstellung dennoch zu lang war.

NGC 7380 November 2007

Instrument
Apo 200 mit Reducer
Kamera
ST10 XME
Besonderheiten
Bildgewinnung Ralf Mündlein; Bildbearbeitung Wolfgang Kloehr
Der Zaubernebel befindet sich im Sternbild Kepheus und enthält einen jungen Sternhaufen

IC 2118 Nov. 2010

Instrument
Vixen ED 81 mit Skywatcher 0,85 Reducer
Kamera
ST10-XME
Belichtungszeit
Ca. 4h
Besonderheiten
Aufnahmeort SaharaSky Hotel in Morocco , Bildgewinnung Gundbert Banik, Bildbearbeitung Wolfgang Kloehr
Der "Hexenkopfnebel" im Sternbild Orion wird vom hellen Stern Rigel angeleuchtet. Typischerweise leuchten Reflektionsnebel blau, wie auch die viel bekannteren Nebel um die Plejaden.

IC434 Nov 2010

Instrument
Williams FLT 132
Kamera
St10-XME
Belichtungszeit
4h
Besonderheiten
Aufnahmeort SaharaSky Hotel in Morocco , Ralf Mündllein & Wolfgang Kloehr
Ein weiteres Objekt der Astroreise 2010 nach Morocco ist die Region mit dem Pferdekopfnebel im Orion. Die Umstände bei der Aufnahme waren der südliche Standort, der jedoch durch Staub in der Luft beeinträchtig war. Die Sternabbildung litt unter der Verspannung der Williams Optik, die vor Ort ausgeliehen wurde. Die Gerätschaft ist auf der großen Dach-Terrasse des Sahara Sky Hotels aufgebaut. Der Dunkelnebel blieb mir bei meinen bisherigen visuellen Beobachtungen auch mit meinem 16" ACF verborgen.

NGC6888 Juni, Juli und September 2011

Instrument
Astrokamera 250/1400
Kamera
Canon 40Da
Belichtungszeit
850min
Besonderheiten
Bildgewinnung und Bildbearbeitung ausschließlich durch Siggi Kohlert, Bildrechte bei Siggi Kohlert
Crescentnebel im Schwan. Die Aufnahme entstand mit dem Ziel den OIII Saum um den Nebel mit DSLR-Kamera, also ohne Einsatz von CCD-Kamera, herausarbeiten zu wollen. Das gelang Siggi Kohlert durch die lange Belichtungszeit und teilweise mit Hilfe von Verwendung eines UHC-Filters. Die hier verwendete Astrokamera wurde von Peter Grosse und mir gebaut und ist eine sehr kompakte Optik ähnlich einem Maksutov-Cassegrain mit f/5,6 hat jedoch zwei 10" Korrektorlinsen und eine weitere Ebnungslinse im Bereich des Hauptspiegels.

M78 und NGC 2071 Februar/März 2017

Instrument
Astrokamera 250/1400 Eigenbau Cassegraintyp mit 2 Meniskuslinsen 10" Eingangsseitig und einer Korrektorlinse im Bereich des Hauptspiegels. System ist f/5,6
Kamera
Moravian G3 16200
Belichtungszeit
51x5min L 1x1 und RGB in 2x2 18x5min, 11x5min, 20x5min, total 500min
Besonderheiten
Remote gewonnen, e-eye Spanien, SQM Werte bis 21,92 mag/s², FWHM 2,5" bis 4",
Messier 78, ein Reflexionsnebel im Sternbild Orion. Der Nebel steht in Deutschland relativ tief am Himmel weshalb das Objekt schwierig zu belichten ist. Am Aufnahmeort in Fregenal de la Sierra mit 38Grad Nord steht das Objekt gut 12Grad höher als bei mir an der Sternwarte. Die Lichtverschmutzung am Standort in Spanien ist zudem deutlich geringer als in Deutschland. Endbearbeitung durch Pater Christoph mit Photoshop

NGC 7635 Bubble Nebel September 2016

Instrument
Astro-Kamera 250/1400
Kamera
Moravian G3 16200
Belichtungszeit
22x5min L 1x1 und RGB in 1x1 je 40 min
Besonderheiten
Remote gewonnen, e-eye Spanien
Der bekannte Bubble Nebel erscheint hier im weiteren Umfeld. Unten links schließt sich der Sternhaufen M52 an.

vdb126 und LBN143 Oktober 2017

Instrument
Astro-Kamera 250/1400
Kamera
Moravian G3 16200
Belichtungszeit
52x5min L 2x2 und RGB in 2x2 18x5min, 19x5min, 20x5min, total 9h 5min
Besonderheiten
Remote gewonnen, e-eye Spanien, schlechtes Seeing
Die zwei blauen Nebel vdb126 und LBN143 sind eingebettet in Dunkelnebel und vom Sternenmeer umgeben. Der "nasenförmige" Dunkelnebel ist tatsächlich so dunkel wie Er hier im Bild erscheint. Endbearbeitung durch Pater Christoph mit Photoshop
Instrument
ASL 180/900 mit Vixen HD Reducer auf f/4; Sechslinsiger Apochromat von Astro-Optik-Manufaktur
Kamera
unmodifizierte Canon 6D
Belichtungszeit
75min
Besonderheiten
Takahashi JPZ Montierung auf der Terrasse; kein Guiding bei 1min frames
Dieses beliebte Fotomotiv im Sternbild Orion wird jeder Astrofotograf immer wieder fotografieren um neue Techniken und Bearbeitungen auszuprobieren. Hier sind dies die ersten Testbilder mit unserem Refraktor ASL 180, zusätzlich Vixen HD Reducer und Canon 6D Kamera. Es wurde auf der Terrasse aufgebaut und in einer Nacht sollte das Bild im Rahmen des möglichen Zeitfensters belichtet werden. In Folge dessen wurde auch der Reducer eingesetzt um trotz vergleichsweiser kurzer Belichtungszeit ein brauchbares Ergebnis einzufangen. Nachteilig wirkte sich die Mischung aus Vignettierung verursacht durch das 6D Gehäuse und zusätzlich durch den Reducer aus. Mit einer unmodifizierten Canon 6D lassen sich dennoch große Felder mit moderaten Belichtungszeiten fotografieren. Der schnelle Download der Bilder und die Bayermatrix erlauben unkompliziertes Arbeiten in der Nacht. Endbearbeitung durch Pater Christoph mit Photoshop
Instrument
ASL 180/900 mit Vixen HD Reducer auf f/4; Sechslinsiger Apochromat von Astro-Optik-Manufaktur
Kamera
unmodifizierte Canon 6D
Belichtungszeit
60min
Besonderheiten
Takahashi JPZ Montierung auf der Terrasse; kein Guiding bei 1min frames, IDAS Filter
Der Rosettennebel profitiert bei dieser Canon 6D Aufnahme in der Darstellung der Nebeldetails, leidet anderseits durch entstehende Halos an den Sternen. Die Belichtungszeit betrug nur eine Stunde a 1min subframes und wurde ohne Guiding sich selbst überlassend gewonnen. Es wurde während der Aufnahme nicht nachfokussiert. Der ASL 180/900 zeigt sich fokusstabil durch das integrierte Ausgleichsystem im Tubus. Endbearbeitung durch Pater Christoph mit Photoshop
Instrument
ASL 180/900 mit Vixen HD Reducer auf f/4; Sechslinsiger Apochromat von Astro-Optik-Manufaktur
Kamera
unmodifizierte Canon 6D
Belichtungszeit
70min, zusätzlich 10s und 5s subframes für das Zentrum
Besonderheiten
Takahashi JPZ Montierung auf der Terrasse; kein Guiding bei 1min frames
Mit der Vollformatkamera Canon 6D konnte ich trotz Vignettierung durch Gehäuse und Reducer, was zu einer Beschneidung des hier gezeigtes Bildes führte, ein größeres Umfeld belichten als mir bisher möglich war. So wird nun sichtbar das M42 besonders auf der linken Seite von Staub und Gas eingebettet ist aus dem gerade in großer Zahl Sterne entspringen. Die Dunkelnebel vor dem "Running Man" konnte ich visuell in den besten Nächten am 16" ACF sogar in brauner Farbe beobachten. Der Detailreichtum im Zentrum des Nebels würde in der tatsächlichen Helligkeit völlig untergehen. Deswegen wurden dafür Serien mit kurzer Belichtungszeit aufgenommen und anschließend hat sich Jens Hackmann sehr viel Mühe gegeben die unterschiedlichen langen Summenbilder der Serien von 60s, 10s und 5s zu dem hier gezeigten Bild zu verarbeiten.
Instrument
"ADA" "- 2 Linser 130/1200 mit AP Reducer CCD67 auf ca. 900mm Brennweite
Kamera
QSI583wsg
Belichtungszeit
L 19 x500s, R + B je 5x500s, G 4x500s, Total 4,6h
Besonderheiten
Optik war Vorserienmodell mit NSL-5 statt dem aktuell verwendeten NZK-7 mit verbesserter Farbkorrektur. Die aspährische Optik liefert ein ebenes Bildfeld.
In der Nacht vom 24.8 und 25.8 wollte ich endlich den ADA 130/1200 fotografisch ausprobieren. Dazu fand ein Astro-Physics Reducer Verwendung um die Brennweite auf etwa 900mm zu reduzieren bei gleichzeitiger Erhöhung der Lichtstärke. Die Optik ist vorrangig für die visuelle Beobachtung gebaut und die Farbkorrektur erstreckt sich nicht ins tiefe Blau wo der Mensch kaum noch wahrnimmt, der CCD Chip dagegen schon.

IC5146 12.9 und 13.9.2018

Instrument
ASL 180/900 und TS Photoline 72
Kamera
G2-8300FW und Canon 1000Da
Belichtungszeit
L 146min und RGB 63x2min
Besonderheiten
Schlechte Bedingungen mit herannahenden Wolken
IC 5146, auch Kokon-Nebel benannt im Sternbild Schwan. Die Dunkelwolke ist gut erkennbar, die als Barnhard 168 bezeichnet wird. Belichtet und Bearbeitet durch Pater Christoph/Klostersternwarte

Herznebel IC 1805 Nov. 2018

Instrument
ASL 180/900 mit 700mm Brennweite durch Reducer
Kamera
Canon 6Da
Belichtungszeit
214min
Besonderheiten
ohne Guiding, Neubearbeitung mit Astro-Pixel-Prozessor Software, Diese Version zeigt gegenüber dem DeepSky Stacker verbesserte Details und Kontrast
An der Klostersternwarte hat Pater Christoph dieses Bild gewonnen. Um das Umfeld bei 700mm Brennweite einzufangen wurde mit der Vollformat Canon 6Da gearbeitet. Das Bild zeigt IC 1805 und NGC 896 ( rechts im Bild )