Ferngläser

Doppelrefraktoren

Großferngläser

Großferngläser werden immer beliebter und das mit gutem Grund! Erst in jüngster Zeit gibt es qualitativ hochwertige Großferngläser zu erschwinglichem Preis. Die modernen Mehrschichtvergütungen auf Objektiven und groß ausgelegten Prismen liefern helle und klare Bilder, wie es noch zu Zeiten der "Miauchi Gläsern" nicht möglich war. Die heutigen CNC Optikfertigungen liefern auch bei den preisgünstigen Varianten eine hohe sphärische Korrektur, welche Leistungen gleich einem Refraktor bieten. Die Justage dieser Gläser ist auch für mittlere bis hohe Vergrößerungen geeignet. Die Top Modelle mit ED und SD Element für farbreine Abbildung empfehle ich gegen Aufpreis mit einer hochgenauen Justage zu bestellen, welche auch Vergrößerungen über 100x ermöglicht.
Die Großferngläser kann ich in Öffnungen von 70 mm , 82 mm, 100 mm und 120 mm anbieten. Erhältlich von den Marken Explore Scientific, APM und TS. Je nach Hersteller mit 90° oder 45° Einblick und unterschiedlichen Lackierungen von grau bis perlweiß.

Die Farbreinheit lässt sich aufgrund unterschiedlicher Objektivtypen aufgrund der Glassortenwahl auswählen, ansonsten ist der Aufbau identisch. Die höchste Qualität wird mit dem Kürzel "SD" bezeichnet, nachfolgend "ED" und schließlich mit "non ED". Die "SD" und "ED" Varianten sind der Marke APM vorbehalten. Öffnungsverhältnisse entsprechen f/5,5 bis f/ 5,7. Tatsächlich ist die Farbreinheit der Ferngläser besser als das lichtstarke Öffnungsverhältnis erwarten lässt. Der Grund ist in der Glaswahl und der Einbeziehung des Glaswegs der Prismen zu suchen. Es ist bei ED-Apochromaten schon lange bekannt, dass ein optimaler Glasweg zu einer Verbesserung der Korrektur führt.
Diese Großferngläser bzw. Doppelrefraktoren erzeugen durch das beidäugige Beobachten und der nachfolgenden "Bildbearbeitung" im Kopf eine bessere Erkennbarkeit der Objekte und räumliche Tiefe. Ein 120mm Großbino empfinde ich im "Deepsky" Bereich als Leistungsfähiger als einen 8" Dobson. Dabei mit bequemen Einblick von hinten, also auch Balkongeeignet. Durch die Verwendung von UHC-E Filtern können auch unter moderaten Lichtverschmutzungsbedingungen schwierige Nebel beobachtet werden. Das aufrechte und seitenrichtige Bild erleichert das Auffinden der Objekte anhand einer Sternkarte. Bei den 45° Modellen ist die Verwendung am Tage besonders reizvoll und erweitert den Anwendungszweck. Ohne Zweifel wird Sie der farbreine Anblick einer SD mit dem enormen Kontrast und Detailsschärfe geradezu "Erschrecken".

Um solche Großferngläser praktisch verwenden zu können, braucht es einen soliden Unterbau. Freihandbeobachtungen sind ausgeschlossen! Dabei sind diese Großgläser durch Ihr Magnesiumgehäuse ausgesprochen leicht und ein riesiges 120mm Glas kommt auf nur ca. 9kg. Die verwendeten Vergößerungen macht aber auch beim "Kleinsten" der "Großen" mit 70mm Öffnung und 3,4 kg Gewicht ein Stativ zwingend notwendig. Reicht beim 70mm Glas ein üblicher Neiger mit 1/4" Gewinde aus, so sollte es beim 120 mm Glas eine Gabelmontierung sein. Auch mittige Einarm-Halterungen sind er erhältlich und tauglich, solange nicht über 70x vergrößert wird.

An Stativen steht eine Auswahl von Edelstahlstativ bis Berlebach Holzstativen zur Verfügung. Komfortabel ist dabei eine höhenverstellbare Mittensäule. Topmodell ist hier das K70 Stativ für höchste Anforderungen an die 120mm Gläser oder darüberhinaus.

Hinzu kommt die Wahl der Okulare, wozu verschiedene Marken geeignete Modelle zur Wahl stellen. Gerne berate ich Sie individuell und Markenunabhängig! Die gezeigten Bilder sollen Möglichkeiten aufzeigen und einen Überblick liefern.
Für die Optimierung mechanischer Komponenten kann ich in meiner mechanischen Werkstatt Einzelanfertigungen herstellen. Bei den Gabelmontierung z.B. den Umbau der Klemmung aus dem Lieferumfang zu Standard Klemmen "V" oder Losmandy, was die Nutzung deutlich erleichert.

Für allerhöchste Ansprüche an die Binobeobachtung stelle ich auf Anfrage Doppelapochromate mit EMS Systemen her.
Als Beispiel zeige ich hier mein FLT 105 Bino, welches auf einer Skywatcher AZ 6 Montierung seinen Dienst verrichtet. Die Tuben können einzeln montiert werden, so dass die Gewichtsbelastung beim Auf- und Abbau hier verringert ist. Die Qualität der Abbildung bleibt durch die rein spiegelbasierte Bildaufrichtung voll erhalten. Die Justage der Bildzusammenführung erfolgt hier über eine Justiervorrichtung, welche von Hand individuell auf die Augen eingerichtet wird. So können die Vergrößerungen bis ans äußerste Limit getrieben werden. In der Qualitätsklasse wie bei den FLT 105 der Fall, können ohne weiteres damit echte Farben auf dem Mond wahrgenommen werden. Von weißen Auswürfen an Kratern, über gelbliche Bereiche oder blaugrauen Maren, die farblich differenziert werden können.
Durch die Nachführung ist die Planetenbeobachtung lang andauernd und entspannt möglich. Im Deep Sky Bereich lässt sich mit mehr erreichen, als eine Öffnung von 105mm erwarten lässt.
Solche Geräte sind aufgrund Ihres hohen Preises relativ selten anzutreffen. Sozusagen für "Binoverrückte". Im Grunde auch für Doppelrefraktoren über 150mm machbar. Beim 150er APM "Superfernglas" werden Gewichtsgrenzen erreicht, die durch die Trennung in zwei Tuben aufgeteilt werden können.

Anfragen gerne per Mail oder Telefon zu den Öffnungszeiten

Vixen SG 6.5x32 WP

Das Vixen SG 6.5 x32 WP wird als Astro-Fernglas angeboten. Jedoch spielt es seine Stärken auch am Tag aus und mache es zu einem gerne genutzten Begleiter. Die Vergrößerung von 6,5x kann ruhig gehalten werden, so dass die abgebildeten Details auch freihändig voll nutzbar sind. Es liegt sehr gut in den Händen und das Gewicht von 610 Gramm sowie die Größe von 140x 132x48mm sind keine Hemmschwelle bei Spaziergängen.

Außergewöhnlich gut ist die Farbreinheit und die Art wie Farben in der Natur zum Auge transportiert werden. Ein Blumenmeer bringt mich in seiner Brillanz zum Staunen und der Beobachter spürt es kaum durch ein „Glas“ zu schauen. Am Mond zeigt das SG 6,5x32 eine rein weiße Abbildung, gleich dem, was der Astronom vom Anblick an seinem hochwertigen Apochromaten kennt.
Der Augenabstand ist großzügig und mit verstellbarer Brauenauflage anpassbar. Das Durchsehen macht hier schlicht unglaublich Spaß!

Die Einzelokularfokussierung ist ein Manko für einen ständig wechselnden Abstand des Betrachtungsobjektes. Ansonsten ist in der Ferne kein Nachfokussieren nötig. Die Sternabbildung ist im Mittenbereich sehr gut. Die Randschärfe entspricht aber nicht dem, was hochwertige Astro-Okulare leisten können. Allerdings sind die Kosten von zwei sehr guten Astro-Okularen höher als der Preis dieses Fernglases, welcher in Anbetracht seiner außergewöhnlich klaren Abbildung angemessen ist.
Zum Lieferumfang gehört eine praktische Tragetasche, die auch am Gürtel befestigt werden kann.

Änderungen und Irrtümer vorbehalten.